Praxistalk

07. November 2022

Honig,
Speise der Götter

Das flüs­sige Gold ist schon sehr lange bekannt. Bereits die Steinzeitmenschen schätzten den Geschmack von Honig und nutzten diesen als Köder für Bären. Auch Edmund Hillary schätzte die Vorteile des Honigs so, dass der neusee­län­di­sche Bergsteiger, bei der Erstbesteigung des Mount Everest 1953, über 2kg Honig mit dabei hatte, die ihm als Energiequelle diente. Doch Honigwurde nicht nur als Nahrungsmittel genutzt, sondern auch als Opfergaben, Heilmittel oder Zahlungsmittel.

So galt bei den Ägyptern der Honig als, Speise der Götter und Quelle der Unsterblichkeit. Hippokrates wusste bereits 400 v.Chr. mit Honigsalben Fieber zu senken.

“Flugstrecke vom eineinhalbfachen Umfang der Erde”

Wie entsteht eigentlich Honig?

Honig entsteht aus Blütennektar und Honigtau. Die Honigbienen saugen den Nektar mithilfe ihres Rüssels auf und trans­por­tieren ihn in ihrer Honigblase zu ihrem Bienenstock. Für 250 Gramm Honig müssen Arbeiterbienen ca. 20’000 Mal ausfliegen, was der zurück­ge­legten Flugstrecke vom ein‐ bis eineinhalb‐fachen Umfang der Erde entspricht! Damit aus dem Nektar halt­barer Honig wird, muss der anfäng­lich 75% Wassergehalt des Nektars auf 20% redu­ziert werden und dass alles ohne Hilfsmittel. Durch das Fächeln der Bienen mit ihren Flügeln, wird die Feuchtigkeit aus dem Bienenstock geleitet und durch trockene Aussenluft ersetzt. Hat der Nektar endlich die rich­tige Konsistenz, wird die Honigzelle mit einem Wachsdeckel von den Bienen versie­gelt. So weiss auch der Imker, wann der Honig reif ist und geerntet werden kann.

Da schmeckt Honig doch gerade doppelt so gut.

Honig ist mehr als nur süss

Uns inter­es­siert aber vor allem die Wirkung des Honigs auf unseren Körper. Denn immer wieder wurde Honig von Naturmedizinern genutzt um Leiden zu lindern. Honig besteht zwar aus 80% Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose), doch beinhaltet jedoch auch wich­tige Mineralstoffe und Spurenelemente wie:

  • Kalium
  • Natrium
  • Eisen
  • Magnesium

Goldiges Heilmittel

Ausserdem wirkt Honig als natür­li­ches Antibiotikum und ist entzün­dungs­hem­mend und wund­hei­lend. Natürlich ersetzt eine “Honig‐Anwendung”, keine profes­sio­nelle Therapie oder bei ernst­hafter Erkrankung den Hausarztbesuch, doch können kleine “Wehwehchen” und typi­sche Herbst‐Wintersymptome selb­ständig behan­delt oder als einfache Prophylaxe ange­wendet werden.

Gerne möchten wir dir vier einfache Rezepte vorstellen, welche du zu Hause nutzten kannst. Ausserdem findest du ganz unten noch weitere Tipps für ein gesundes Immunsystem und die wich­tigsten dazu­ge­hö­renden Organsysteme. Los gehts.

Rezepte

Honig‐Wasser

Die einfachste Anwendung mit Honig ist, ihn zu trinken. Und zwar einfach mit warmem Wasser. Das warme Wasser öffnet die Poren in der Schleimhaut und der gelöste Honig entfaltet seine Wirkung. Dies ist eine wunder­bare Vorbereitung für die grip­pige Zeitoder akut bei Husten, Halsschmerzen oder Heiserkeit.

Du benö­tigst:

  • 1 TL natur­be­las­senen Honig
  • Warmes Wasser (nicht über 40 Grad!)
  • Deine Lieblingstasse

Die Zubereitung:

  1. Bringe Wasser zum Siedepunkt und lass das Wasser für 3 Min. sprudeln
  2. Lasse das Wasser auf 40° Celsius abkühlen. Es ist wichtig, dass das Wasser nicht heisser ist, ansonsten werden die gesund­heit­lich wert­vollen Enzyme, Inhaltsstoffe und Aminosäuren zerstört oder verändert.
  3. Hat das Wasser die rich­tige Temperatur, füge den Honig dazu und rühre gut um.
  4. Honig‐Wasser möglichst warm geniessen

Die Anwendung:

Wird das Wasser zuerst abge­kocht, werden verschie­dene Erreger abge­tötet, welche der Körper nicht mehr abwehren muss und somit Energie sparen kann. Dies ist beson­ders akuten Erkältungen oder Grippeverläufen inter­es­sant und unter­stützden Körper noch zusätz­lich.

Als Prophylaxe kann das Honig‐Wasser jeden Morgen z.B. anstatt Kaffee getrunken werden.

Golden Honey

Vor allem bekannt in der Ayurvedischen Heilkunde ist der Golden Honey. Dabei werden die zwei Immunbooster, Honig und Kurkuma, vereint. Der Gelbwurz, wie Kurkuma auch genannt wird, wirkt eben­falls entzün­dungs­hem­mend, anti­bak­te­riell und verdau­ungs­för­dernd. Kurkuma wird in den meisten Currys verwendet und ist verant­wort­lich für die kräf­tige gelbe Färbung.

Du benö­tigst:

  • 100g natur­be­las­sener Honig
  • 1 EL (gehäuft) Kurkumapulver
  • Ein wenig gemah­lener Pfeffer
  • Ein sauberes Schraubglas

Die Herstellung:

  1. Giesse den Honig in das saubere, evtl. sogar abge­kochte, Schraubglas.
  2. Gebe das Kurkumapulver dazu und den Pfeffer dazu und verrühre alles zu einer homo­genen Masse.
  3. Verschliesse das Glas und bewahre die Honig‐Kurkuma‐Paste im Kühlschrank auf.

Die Anwendung:

Als Prophylaxe kann jeden Tag einen halben Teelöffel davon einge­nommen werden.

Bei akuter Erkältung oder Grippe empfiehlt es sich die Dosierung langsam auf drei halbe Teelöffel zu steigern.

Honig‐Hustensirup

Winterzeit ist Hustenzeit. Der Husten ist ein Versuch des Organismus die Erreger, welche es bis in die unteren Atemwege geschafft haben, von der Schleimhaut wieder los zu werden. Klappt dies nicht, versucht der Organismus die Schleimhäute auf eine andere Weise zu reinigen. Die Schleimhäute fahren dabei die Schleimproduktion hoch, die Erreger werden sozu­sagen einge­schlossen und mit den Millionen Flimmerhärchen nach oben trans­por­tiert und zusätz­lich abge­hustet. Dieser Prozess macht sich oft auch nachts bemerkbar. In den meisten Fällen kommt jetzt der Griff zum Hustensaft.

Aus diesem Grund zeigen wir dir eine einfache und natür­liche Herstellung eines Hustensirups, welcher ohne Konservierungs‐ und E‑Stoffe auskommt.

Du benö­tigst:

  • 1–2 Zwiebel
  • 4–6 EL Naturbelassenen Honig (Alternative: Zucker)
  • 1 Schraubglas

Die Herstellung:

  1. Zwiebeln klein hacken und in das Glas füllen.
  2. Mit Honig oder Zucker gross­zügig dazu­geben und durchmischen.
  3. Schraubglas verschliessen.

Der Zucker im Honig entzieht jetzt der Zwiebel die anti­mi­kro­biellen und entzün­dungs­hem­menden Inhaltstoffe. Dieser Vorgang geht ein paar Stunden. Das Resultat ist Zwiebel‐Honig‐Sirup, welcher direkt einge­nommen werden kann. Ist der ganze Honig oder Zucker “geschmolzen”, kann einfach noch­mals dazu­ge­geben werden. Gut verschlossen im Kühlschrank hält der Hustensirup gut 3–4 Tage.

Tipp: für Schwangere und Kinder unter einem Jahr, kann die Alternative mit Zucker ange­wendet werden.

Die Anwendung:

Hat sich der Sirup unten am Glas gesam­melt, kann dieser abge­siebt werden oder direkt auf den Löffel gegossen werden. Bei akutem Husten 3x am Tag einen Esslöffel Sirup einnehmen.

Nebenwirkungen sind einzig der Zwiebel‐Honig Geruch aus dem Mund.

Honig‐Salbe

Eine Salbe mit Honig wird aus drei Zutaten herge­stellt und eignet sich hervor­ra­gend für kleine Wunden, Rötungen der Haut oder Schwellungen, zusätz­lich wirkt das Bienenwachs pfle­gend und norma­li­siert die Haut.

Du benö­tigst:

  • 2 EL Bienenwachs
  • 2 EL Mandelöl
  • 2 EL natur­be­las­senen Honig
  • Ein oder mehrere saubere Schraubgläser zum abfüllen der fertigen Salbe

Die Herstellung:

  1. Bienenwachs und Mandelöl in eine kleine Schüssel geben, im Wasserbad schmelzen und mitein­ander verrühren.
  2. Schüssel aus dem Wasserbad nehmen und den Honig hinzu­fügen und alles mitein­ander vermi­schen. Um die Konsistenz zu testen, ein wenig der Masse auf einen kalten Teller geben.
  3. Wenn die Konsistenz stimmt, zügig in die bereit­ge­stellte Gläser abfüllen.
  4. Immer mal wieder durch­rühren, bis die cremige Salbe abge­kühlt ist.

Bei sauberer Arbeit, sowie licht­ge­schützter und kühler Lagerung hält die Salbe einige Wochen bis mehrere Monate.

Tipp: Bienenwachs bekommst du in der Apotheke oder Drogerie. Am besten eignet sich Bienenwachs in Form von Linsen‐Pastillen. So lässt sich dieser einfa­cher schmelzen.

Die Anwendung:

Auf die Wunde einen dünnen Film auftragen und einziehen lassen. Gegebenenfalls mit Pflaster oder ähnli­ches Abdecken. Kann mehr­mals täglich wieder­holt werden.

Probiers aus und gib uns ein Feedback zur Umsetzung und Wirkung. Wir wünschen dir eine ange­nehme Winterzeit.

Diabetikern wird empfohlen zuerst mit dem Hausarzt oder Naturheilpraktiker Rücksprache zur Anwendung zu halten.

Weitere Tipps wie du gut geschützt durch den Winter kommst:

  • Immunbooster Darm
  • Augdiagnose als Spiegel des Körpers
  • Gesundes Immunsystem
  • Feuerenergie Leber

Vereinbare noch heute dein Termin

Sollte kein geeigneter Termin verfügbar sein oder es bei der Online-Buchung zu Problemen kommen, kontaktiere uns gerne direkt per E-Mail oder Telefon. Gemeinsam finden wir sicher eine passende Lösung.